GODZILLA IM EINSATZ

Japan liegt am Boden, wer mag da schon nachtreten. Angesichts der grauenhaften Verwüstungen durch höhere Gewalt und die strahlende Zukunft der Region, durch menschliche Tumbheit, verbietet sich jeder nüchterne Blick auf die Katastrophe. Und doch scheint es gelegentlich nötig zu sein, menschlichen Hochmut zu demütigen. Der Größenwahn unserer Technikgesellschaften fordert derartige Ohrfeigen des Schicksals auf das Frechste heraus. Allseits bekannter und beliebter Exponent solcher zivilisatorischen Unverschämtheiten sind ausgerechnet die japanischen Godzilla - Filmchen, die seit 50 Jahren den Pöbel erheitern. Die Handlung ist so flach wie es die winzigen Saurier - Hirnchen vor und auf den Bildschirmen erfordern. Eine Riesenechse, so dumm und gewaltsüchtig wie seine Erfinder, entsteigt dem Meer um alles zu zertrampeln und verbrennen, was ihr unter die Pranken kommt.

Kinoträume werden war: Godzilla räumt auf.

Ganze Städte werden von dem tobsüchtigen Vieh eingeebnet, Landstriche ersäuft, Industrieanlagen, auch Atomkraftwerke, lösen sich in Flammen und Rauch auf und Menschlein werden zermalmt. King Kong ist ein Spaßvogel dagegen. Die Japaner sind (waren?) ganz verliebt in dieses Monstrum. Bevor Godzilla in seinen Filmen den ganzen Planeten zerknautscht und in´s Klo wirft, hecken ein paar geniale, japanische Wissenschaftler schnell noch einen pfiffigen Plan aus, um den Amoksaurier zur Strecke zu bringen. Die erbärmliche Aussage dieses unerträglichen Schunds: „Wir sind die Größten, uns kann keiner!" Wer mag, kann das mit der stoischen Gelassenheit der Japaner gegenüber dieser ständigen Erdbeben im Land erklären. Aber eine Erklärung ist eben nur eine Erklärung. Nun ist Godzilla wirklich gelandet und erfüllt alle Sehnsüchte seiner Fans nach Vernichtung, Zerstörung und Chaos. Aber Niemand scheint richtig zufrieden zu sein. Auch die sogenannten Wissenschaftler unterscheiden sich doch sehr von ihren Kollegen im Kino. Sie können sich ohne Hilfe kaum die Schuhe zubinden. Sie haben sogar einen handfesten Beitrag dazu geleistet, dass noch lange nach dem Zusammenräumen des Schrotts und der Opfer des Erdbebens, noch ein paar zehntausend Tote mehr zu beklagen sein werden. Ist das zum Lachen? Irgendwie nein. Irgendwie doch. Würde Godzilla lachen? Kaum. Der dumme Drache ist so vergesslich und ignorant wie seine Schöpfer und erinnert sich nicht an das, was er gerade eben noch zertreten hat. Auch die westlichen „Zivilisationen" schmachten scheinbar nach Weltuntergangs - Szenarios. Meteoriten, Flutwellen und Erdbeben sind der Meute schon zu fade. Explodierende Erdkerne, Sonnen auf Kollisionskurs und amoklaufende Schwiegermütter müssen antreten um die stumpfen Nerven noch etwas zu reizen.

Publikumsliebling Katastrophe......

Gibt es Aussicht auf Abhilfe? Auf den geringsten Respekt vor der Natur? Fehlanzeige. Selbst für die Grünen ist das Fiasko in Fukushima nichts als ein Wahlerfolg. Nach der sektfeuchten Siegesfete rollen sie dann alle in ihren luxuriösen, rußgefilterten Monstertrucks nach Hause um mit ihren Patchworkfamilien daselbst Unmengen an Energie zu verjuxen. Natürlich auf rein ökologischer Basis und voll regenerierbar. Die kindische Vorstellung, es gäbe eine politische Lösung, für das, was da auf die Menschheit zukommt, ist noch mitleiderregender als die orientierungslos umherirrenden „Experten" im zerbröselten Atommeiler in Fukushima. Wer wissen will, wie die Geschichte weitergeht, nicht die kleine Episode in Japan, sondern die Geschichte grundsätzlich, kann sich das gern bei „youtube" ansehen. Der Beitrag: „Der Ast auf dem wir sitzen (Teil 2 reicht völlig...)", von Hoimar von Ditfurth ist 33 Jahre alt und dokumentiert, wie wenig es nutzt, wenn der „mündige Bürger" existenziellen Problemen gegenübergestellt wird. Selbst Töchterchen Jutta Ditfurth, die dereinst mit ihrem Adelstitel offensichtlich auch einen Großteil ihres Urteilsvermögens abgegeben hat, kann mit den Erkenntnissen ihres Vaters nichts vernünftiges anfangen.  Ein bitteres Szenario für die irren GAGA - Wissenschaftler auf Ibiza, die weiter davon entfernt sind als jemals: Nämlich bekloppter zu sein als die sogenannten „Normalen".

 

Direkter Link zu YOUTUBE: Hoimar von Ditfurth (Wenn Sie die Nerven dazu haben):

 

http://www.youtube.com/watch?v=gnzOXnWkKzo