HÖHER ! WEITER !! SCHNELLER !!!

EIGENTLICH ALLE GLEICH SCHNELL: OLYMPISCHES 100 METER HECHELN

Naja, es ist schon imponierend zu sehen, wie trainierte Jungs in knapp 10 Sekunden 100 Meter rennen oder knackige Mädels rund 7 Meter weit hüpfen. Es soll nun nicht schon wieder an den friedlichen, heiligen, olympischen Spielen herumgemäkelt werden. Aber ein paar Fragen drängen sich dem selbstdenkenden Menschen schon auf. Besonders, wenn die GAGA – grundlegende Frage ist: Wer sind die Irren? Wer die „Normalen“? Bleiben wir gleich bei den „Normalen“ und untersuchen mal, worüber die alle vier Jahre in solch frenetischen Goldmedallien - Jubel ausbrechen. Vor 12 Jahren gab´s auch schon olympische Spiele. Seinerzeit hastete der drahtige Maurice Green die 100m in gerade mal 9,87 Sekunden herunter. Seither hat die Sportwelt 12 Jahre Zeit gehabt flotter zu werden. Das niederschmetternde Resultat, Usain Bolt, der umjubelte Gladiator schafft nur mickrige 24 Zehntel weniger.

MICKRIGE 2 SEKUNDEN BESSER ALS BURKE VOR 116 JAHREN: 100 METER "GOTT" BOLT....

Das bedeutet: Nach einer menschen- würdigen, artgerech- ten Meßmethode ist Bolt eigentlich genau so schnell oder langsam wie Greene vor 12 Jahren oder sogar wie Thomas Burke vor 116 Jahren, bei den ersten neueren olympischen Spielen, 1896 (nämlich nur 2 ! Sekunden „schneller“). Heike Drechsler hopste anno 2000 6,99 olympische Meter weit. Brittney Reese leiert sich beim aktuellen Olympia – Weitsprung traurige 13cm mehr aus ihrem überanstrengten Fahrgestell. Das wäre ein runder Zentimeter Zuwachs pro Jahr. Man fragt sich doch zwangsläufig, womit diese Frau die ganze Zeit vertrödelt hat. Schlimmer noch wird es, wenn man auf die Platzierungen innerhalb der selben olympischen Saison blickt. Unter äußersten Qualen erröchelte sich der bemitleidenswerte Richard Thompson aus Trinidad sensationelle 9,98 Sekunden beim 100m Lauf. Das sind bloß 35 Zehntel Sekunden mehr, als der gefeierte Gott, Usain Bolt, brauchte.

100 METER IN 9,98 SEKUNDEN: VERSAGER RICHARD THOMPSON

Damit landet Thompson auf Platz 7 und mithin auf dem Müllhaufen der Sportge- schichte. Er ist auch kaum noch zu „googeln“. Wer es wagt mit mehr als 10 Sekunden über die Ziellinie zu schnarchen, ist der Verachtung und dem Vergessen vollends ausgeliefert. In anderen Sportarten sieht es genau so aus. Selbst in denen, wo nur Punkte oder Tore gezählt werden müssen. Die Logik gebietet nur einen bitteren Schluß: Es kann bei all dem Theater auf keinen Fall um das Sportliche gehen. Selbst um das Körperliche geht es nur am Rande. Es geht um einen hochbrutalen Wettkampf der Meßgeräte – Industrie auf der einen und der Pharmaindustrie auf der anderen Seite. Am Rande versuchen noch ein paar Klamottenhersteller und Sportausrüster einander zu erwürgen. Als Dummies (im doppelten Sinn des trefflichen Wortes) werden einerseits teilhumanoide Zucht- und Hormonmonster für die Versuchsreihen (z.B. olympische Spiele...) benötigt.

SELTSAME KREATUREN IM ZUCHTLABOR

Andererseits zahlungs- freudige „Sportfreunde“, die hysterisch aufgrölen, wenn nach 12 Jahren technischem Fortschritt in der elektronischen Meßtechnik, eine dieser seltsamen Kreaturen 24 Zehntel Sekunden flinker gedopt wurde. Ein menschenfreundlicher Sportrichter mit Stopuhr oder Maßband würde heute unter den Erstplatzierten keine Unterschiede mehr messen können. Das Siegertreppchen bliebe leer. Der Mensch stört also auch an olympischen Arbeitsplätzen. Weiteren Aufschluß bringt ein schon flüchtiger Blick auf den olympischen Medaillenspiegel der letzten Jahrzehnte.

MIT MASSBAND UND STOPUHR NICHT MEHR ZU ERMITTELN: SIEGER.....

Von internationalen Wettkämpfen kann hier keine Rede sein. Drei bis vier Mächte auf diesem Planeten machen die Sache unter sich aus. Russen, USA und Chinesen wechseln sich im wesentlichen an der Spitze ab. Alles Staaten, die einander zu vernichten trachten oder wenigstens Währung und Industrie des Anderen zu zertrampeln suchen. In ihrem hormonverseuchten Kielwasser sind Frankreich, Nordvietnam, Deutschland oder England als Staffage noch geduldet. Alles Staaten übrigens, die allein über die Geldmittel und technischen Möglichkeiten zur Aufzucht von Sportmonstern und Konstruktion hochfeiner Meßuhren in der Lage sind. Alle anderen dienen dem Spektakel nur als Füllmaterial oder Dekoration. Sonst wären die olympischen Spiele an einem Nachmittag komplett abgewickelt. Wir wollen hier gar nicht anfangen von den kriminellen Auswahlverfahren um den Austragungsort. Von den gigantischen  Bestechnungen und Bauprojekten, mit denen eine bestens organisierte Sportmafia sogar ganze Länder erpresst und bis an den Rand des Ruins ausquetscht.

OLYMPISCH WICHTIG: BAUSKANDALE

Es ging hier nur mal um den offenkundigen Wert des sogenannten Sportlers und seines Publikums. Wie auch immer, das olympische System ist längst fest etabliert. Der Höhe der verschleuderten Olympia – Milliarden steht in rätselhaftem Gegensatz zu den sportlichen Gewinnen an Millimetern oder Zehntelsekunden. Eigentlich müßte Frau Reese aus dem Stand so um die 300m weit hüpfen. Wieso eine Gesellschaft, die sich sonst geradezu verzweifelt an das Wachstum klammert, seit Jahrzehnten olympisches Nullwachstum bejubelt, verstehen wohl nur die sogenannten „Normalen“.

OLYMPISCH WICHTIG: COMPUTER MESSTECHNIK

Zu diesem Erfolg beglückwünschen wir die fleißigen Chemiker, Informatiker und Feinmechaniker. Und den Gladiatoren wünschen wir, daß sie den mörderischen Kampf um den Millimeter mehr ohne weitgehende körperliche Beeinträchtigungen überstehen. Manch Eine oder Einer schafft den Sprung ins Werbefernsehen. Für Salbe gegen Gelenkschmerzen......

OLYMPISCH VOLL ERSETZBAR: FRAU REESE - BLOSS 1 ZENTIMETER PRO JAHR......