Ekel Alfred enttarnt !

Haustyrann und Vorzeigeidiot Alfred Tetzlaff mit seiner Frau Else, der "dummen Kuh"

Selbst weniger alten Mitbürgern Teutschlands ist „Ekel Alfred" noch ein Begriff. Wolfgang Menge schuf die Figur, als Symbol für den tumben, rechtslastigen, gewaltbereiten Familientyrannen. Gelegentlich erscheint der Westentaschen-Hitler noch heute in den dritten Programmen. Zum Gaudium der aufgeklärten, politisch korrekten Besserwisser. Der Spaß hat nun ein Ende.
Wolfgang Menge, Autor der Serie „Ein Herz und eine Seele"(1973 - 1976), steht im Verdacht, Zentrum einer rechtsextremistischen Verschwörung gewesen zu sein. Vielleicht ist er es noch.

Wolfgang Menge, ungefähr zur Tatzeit vor ca. 35 Jahren. Ein Agent der Reaktion ?

Das ist das vorläufige Ergebnis einer genauen Analyse, der faschistoiden Sprüche Alfred Tetzlaffs, die sein Autor ihn im WDR - Fernsehen herausblöken ließ. Menges Konzept schien klar. Seht her, wer so schwätzt, sich so kleidet, solche Tischsitten hat, so mit Frau und Kindern umspringt, so auf den demokratischen Werten und Menschenrechten rumtrampelt, so antisemitisch und fremdenfeindlich ist, ist ein ewig gestriger, reaktionärer Idiot. Eben diese Idioten haben Menge auch lange für einen Agenten Ost - Berlins oder Moskaus gehalten.
Jetzt stellt sich bei nüchterner Betrachtung heraus: Tetzlaff, der blöde rechte Stänkerer, landete mit seinen fürchterlichen Hetzphrasen lauter Treffer.

In der Folge „Die Beerdigung" räsoniert Alfred über den Niedergang der kleinen Einzelhandelsgeschäfte. Schützend hält er seine Hand über den Nachbarn Rübensamen, einer widerlichen Krämerseele, die einen kleinen Tante Emma Laden betreibt. Solche Leute seien das Rückgrat der Nation, belehrt Alfred seine Familie, obwohl er Rübensamen eigentlich für ein Arschloch hält. „Wenn ihr den Einzelhandel ausrotten wollt, müsst ihr auch die Konsequenzen tragen ..." Schwiegersohn Michi, alias Diether Krebs, der besonnene Vorzeigesozialdemokrat, weist auf die „ganz natürliche Entwicklung" zum Supermarkt hin. Wo alles so schön hygienisch verpackt sei. Alfred, der Vorzeigeidiot, hält Supermärkte nur für den Übergang zur „Gulaschkanone". Wenn die roten Genossen den kleinen Lebensmittelladen ausgerottet haben, so Alfred, „....dann essen wir eben nicht mehr gemütlich zu Hause....", dann würden gleich Gemeinschaftsküchen eröffnet und die Verpflegung in großen Hallen empfangen.

Tetzlaff Prognose eingetroffen: Gemeinschaftsverpflegung in Fresshallen.

Heute, 37 Jahre später, ist Wolfgang Menges bitteres Verdikt vollstreckt. Der kleine Einzelhändler ist zertrampelt und tatsächlich wird kaum noch „gemütlich zu Hause gegessen". Unfähig selber zu kochen, hockt die gesichtslose Masse vor dem Fernseher und befriedigt dort bei endlosen Kochsendungen unbestimmbare Sehnsüchte. Nur besser verdienende „Eliten" flüchten noch in die wenigen kleinen, familiären Geschäfte, wo es noch persönliche Nähe und Zutaten für gehobenes, heimisches Kochen gibt.
Der Pöbel wird, genau wie Alfred es angedroht hat, in Fresshallen mit Burgern, Fritten und Hotdogs abgespeist. Selbst der Übergang zur Gulaschkanone wäre kein solcher Abstieg gewesen. Denn zu Tetzlaffs Zeiten wurde in teutschen Gulaschkanonen weder Analogfleisch - noch Gummikäse ausgeteilt.
Kein Zweifel, Wolfgang Menge, ein kluger Kulturpessimist mit Hang zur reaktionären Gewalt, wie seine frühen Kriminalfilme beweisen, hat in Wirklichkeit, vermittels Ekel Alfred, von Anfang an auf die deutsche Linke geschossen. Und das sehr treffsicher, wie weitere beklemmende, Beispiele zeigen.

In der Folge, „Die Bombe", gebärdet sich Alfred wie ein Verrückter, weil er ein Postpaket mit arabischen Schriftzeichen für eine Bombe hält. Dabei plappert er allerlei scheinbaren Unsinn, über Juden, Araber und den Nahen Osten. Das Publikum lachte herzlich.
Jetzt, über 35 Jahre später beherrscht hochoffiziell der sogenannte Kampf gegen den Terrorismus unser Leben völlig. Das Publikum lacht nicht mehr. Schon gar nicht, wenn heute eine Gruppe Vermummter oder Muslime mit Handgepäck die Straßenbahn besteigt. Dann fällt vielen Fahrgästen was in die Hose oder sie verlassen sie gleich ganz. Und zweifelhafte Pakete kritisch zu prüfen und aus dem Fenster zu werfen, wie Alfred es in der besagten Folge tut, ist heute erste Bürgerpflicht. Erst recht in Zeiten, da tickende Paketbomben in Frachtflugzeugen umherreisen.

Das Publikum lacht nicht mehr. Offensichtlicher Spaßvogel mit Sprengstoffgürtel, im Griff verängstigter Terrorbekämpfer.

Jetzt, über 35 Jahre nach Tetzlaff, ist Wolfgang Menges Botschaft klar: Nicht Alfred war der Idiot, die Idioten saßen lachend im Publikum. Sie alle sind einem boshaftem, schwarzbraunem Schabernack auf den Leim gegangen, den sich der gewitzte Drehbuchautor mit ihnen erlaubt hat.
Welche Genugtuung muss Menge empfinden, wenn er sich im Angesicht der aktuellen „Sarrazin Debatte" an seine Tetzlaff - Folge „Tapetenwechsel" erinnert.
Im Fadenkreuz der Sendung: Türken in Deutschland und ihre Gewohnheiten, die sie von zu Hause mitbringen. „...Kein Türke kann bis drei zählen ...", hetzt Alfred. „Deshalb haben die auch so viel Kinder ...", erwidert arglos seine Frau Else. Sie meint es natürlich nicht böse. Jedenfalls nicht so böse wie Alfred. Der referiert ausgiebig über die „Bildungsferne" und fremdländischen Marotten der Türken. Das Publikum von 1974 lacht wieder, über so viel dümmliche Intoleranz.
Dem Publikum von 2010 ist das Lachen gründlich vergangen. Es bekommt gnadenlos die Zusammenhänge von vererbbarer Doofheit, Kinderreichtum, Arbeitslosigkeit und Kriminalität vorgerechnet, und dass all diese Zusammenhänge auch für türkische Mitbürger gelten. Besonders, wenn sie die Kultur und die Sprache in ihrem Gastland verachten. So sehr, dass sie sich nicht mal mit dem deutschen, bildungsfernen Prekariat solidarisieren mögen.
Wolfgang Menge hat das offensichtlich schon damals vorausgesehen. In „Tapetenwechsel" lässt er eine türkische Familie in Alfreds Nachbarschaft ziehen. Die Tochter stellt sich nach gut deutscher Sitte im Hause Tetzlaff vor. Als Türkin ist sie aber nicht zu erkennen. Sie spricht fließend deutsch, ist sehr attraktiv und für damalige Verhältnisse stark geschminkt und aufgeschnepft. Alfred, der Vorzeigeidiot, überschüttet sie mit platten Komplimenten und bricht entnervt zusammen, als sich herausstellt, dass sie Türkin ist. Das Publikum, die wirklichen Idioten, amüsieren sich köstlich.
Denn natürlich hat Wolfgang Menge geschickt das Ideal einer assimilierten Parademuslimin gewählt, die selbst Thilo Sarrazin persönlich in seinem Dienstwagen über die Grenze, hinein nach Deutschland gefahren hätte.

Kann nach hinten losgehen, sich im Minirock ohne großen Bruder beim ungläubigen Nachbarn vorstellen. Tatort "Ehrenmord".

Die freundliche, weltoffene Dame wäre fraglos auch schon vor 30 Jahren das Opfer eines islamischen Ehrenmordes geworden. Im Minirock geht sie mal gerade rüber, um sich bei den ungläubigen Nachbarn vorzustellen. Ohne Vater oder großen Bruder. Das hätte selbst in Deutschland vor kaum 100 Jahren noch für eine Tracht Prügel gereicht.

 

Ein besonderer Lecker- bissen, die Folge „Frühjahrsputz". Alfred schüttet wieder Kübel von Unrat über die linken Genossen aus. „....jetzt wird Berlin an die Mongolen verkauft...."Gelächter auf den Rängen. Auf dem Höhepunkt seiner Ausfälle über die Regierung Willy Brandt, mutmaßt er: „Es würde mich nicht wundern, wenn dieser Brandt in Wirklichkeit ein Spion von Erich Honecker ist." Das Publikum jubelt über so viel Blödheit.
Die Sendung wurde im März 1974 ausgestrahlt. Im April 1974 wird Günter Guillaume verhaftet. Ein Spion von Erich Honecker, direkt in der Nähe des Bundeskanzlers. Eine Regierungskrise bricht aus, Willy Brand muss zurücktreten. Wer ist jetzt der Blöde?

 

Tetzlaff Prognose eingetroffen: Kanzler Brandt und der Spion von Honecker, Günter Guillaume.

Es lohnt wohl, sich mit der Person des Wolfgang Menge näher zu befassen. Die Interessen, Informationen und Beziehungen dieses Mannes müssen mannigfaltig gewesen sein. Und niemand, vor oder nach ihm, hat mit einer simplen Fernsehserie, die Werte der deutschen Linken, Grünen und Multikulturellen so schonungslos vorgeführt und bloßgestellt.
Wenn Sie demnächst wieder mal Ekel Alfred im Fernsehen oder gar auf der Straße begegnen, achten Sie etwas genauer auf das, was da gesagt wird. Natürlich darf gelacht werden, wenn Alfred im Taucheranzug umherwatschelt, seine Frau „dumme Kuh" nennt oder einen arroganten Ober fragt, ob der von einem Gast schon mal ein paar in die Fresse gekriegt hat. Aber unter dieser seichten Nebeldecke schlummert Tieferes. Es wird ein völlig neues, spannendes und aufschlussreiches Erlebnis sein.
Und Sie, Herr Menge, können sich gerne zur Aufnahme in unser Wissenschaftsteam, im Es Vedra Felsen bewerben.