DER HERR ABER SPRACH......UNSINN........

HELMUT SCHMIDT - KONTAKT ZU DEN GÖTTERN DER WEISHEIT VERLOREN ??

Wenn Gott spricht, verbietet sich jede Widerrede. Auf dem SPD Bundesparteitag Berlin hat alt – Gottkanzler Helmut Schmidt gesprochen. Und, wenn man bedenkt, daß er Gott ist, erstaunlich viel Unsinn. Der weise Alte begann zunächst vielversprechend, wie immer, mit persönlichen Erinnerungen aus dem ersten und zweiten 30jährigen Weltkrieg. (1618 – 1648 und 1914 – 1945) Dann rutschte der Vortrag des Mächtigen überraschend und jäh ab, zu einem Supplementum unwürdiger Wahlkampf – Plattitüden, seichter Allgemeinplätze und Widersprüche. Was der Gottkanzler vom Berg der Weisheit auf seinen Gesetzestafeln dem Volke niederbringt ist verblüffend: Der Euro sei so stabil wie nicht mal die Deutsche Mark je war und das Gerede von einer „angeblichen Eurokrise“ sei nur „leichtfertiges Geschwätz“. So spricht der Herr zu seiner Partei und all seinen Gläubigen.

EURO RUINE - "ALLES NUR GESCHWÄTZ"

Das hindert seine Partei und die Gläubigen aber nicht daran unentwegt von der katastrophalen Eurokrise zu schwätzen. Und, oh Wunder, es hindert auch den Gottkanzler daselbst nicht, im Fortgang seines Vortrages, von „Krise“ zu schwätzen, pardon, zu sprechen. Vor allem davon, wer schuld ist an der Misere. Damit sind wir bei den billigen Allgemeinplätzen: Die bösen Banker und die unkontrollierten Finanzmärkte haben das Übel eingebrockt. Außerdem pflichtvergessene Politiker, die sich, so das Wort Gottes, die Kontrolle haben nehmen lassen. Das, so der Gottkanzler, wäre doch mal einen Aufstand des EU – Parlamentes wert.

DÜRRE PLATTITÜDE: "DIE" SIND SCHULD.....

Statt Jürgen Habermas hätte er lieber Oswald Spengler zitieren sollen, der schon vor 80 Jahren nüchtern feststellte, daß sich in der modernen Gesellschaft, seit der französischen Revolution, das Geld seine eigene Herrschaftsform geschaffen hat: Die Demokratie. Und tatsächlich sitzen in den Parlamenten der Welt vorwiegend Grundbesitzer, Geschäftsleute, und Industrielle. Also gestandene Leute, die ihr Geschäft verstehen. Nur ausgerechnet bei den Deutschen, wenn sie mal so etwas wie ein Parlament zu stande brachten, saßen Lehrer, Professoren, Philosophen (wie Habermas), Ideologen, sogar Postkartenmaler...., Schwätzer eben. Bis Heute. Das, verehrter Herr Gottkanzler ist es, was die von Ihnen erwähnte Peripherie um Deutschland argwöhnen läßt oder sie in Angst und Schrecken versetzt. Ein Potenzial des Schreckens, das übrigens überproportional in der SPD vertreten ist.

LEHRER, PHILOSOPHEN, POSTKARTENMALER: TEUTSCHE PARLAMENTE - DER WAHRE SCHRECKEN DER "PERIPHERIE"

Niemand im EU Parlament hat sich also die Kontrolle über böse „Finanzheu- schrecken“ (SPD - Jargon) nehmen lassen, das EU Parlament ist eine Filiale dieser Heuschrecken. Daran ändern auch Quoten - Schwätzer wie Martin Schulz oder Vorzeigeideologen wie Daniel Cohn Bendit nichts. Typische Figuren übrigens, die selbstverständlich aus dem deutschen Sprachraum angeliefert werden müssen. Noch vor wenigen Jahren ließ der Gottkanzler seinen ungnädigen Hammer (völlig zu recht) niedersausen auf die Irrsinnigen in Brüssel, welche die EU mit impotenten neuen Mitgliedern aus Osteuropa zu tode erweitern wollten. 

DIE FINANZMÄRKTE ERST SO RICHTIG ENTFESSELT: EURO - FREUNDE GISCARD D ESTAING UND HERR SCHMIDT VOR 35 JAHREN

Aber vor sehr vielen Jahren, als der Gottkanzler noch nicht Gott, sondern nur Kanzler war oder gar nur Herr Schmidt, beförderte der mit großer Anstrengung die Schaffung einer Gemeinschaftswährung in Europa. Impotente Mitglieder wie Griechenland, Portugal oder Italien schienen Herrn Schmidt damals nicht zu stören. Auch nicht, daß mit Schaffung so einer Gemeinschaftswährung vor allem die Interessen der Banken und Finanzlobbyisten betrieben wurde. Das dadurch die Finanzmärkte im wirklichen Sinn des Wortes erst „entfesselt“ wurden. Jetzt, als Gottvater der Weisen, als Teilnehmer an rund 1000 Jahren Weltgeschichte, setzt das Gedächtnis des Herrn plötzlich aus und er nörgelt an Zuständen herum, die er in seiner Zeit als kleiner Apostel mit geschaffen hat. Das ist mager Herr Schmidt. Auch ihre Enzyklika zum unbedingten Wachstum wirkt vor dem Hintergrund ihrer bisherigen Ansprüche eher flach. Ausgerechnet in der SPD finden sich reihenweise Gegner des Dogmas vom ungebremsten Wachstum. Übrigens nicht zu unrecht.

WAHLKAMPF - SPRÜCHE STATT ANTWORTEN - WIE DAMALS, ALS GOTT NOCH "NUR KANZLER" WAR

Wie das gehen soll? Ohne Wachstum? Tja, das sind schwere Fragen. Fragen die nach Männern von Format verlangen. Nach Gottkanzler Schmidt zum Beispiel. Stattdessen seichte Wahlkampfsprüche: Die deutsche Politik ist nicht mehr zuverlässig (gähn), Deutschland darf sich nicht isolieren (staun), Deutschland muß lieb und hilfsbereit sein (schnarch) und muß ein mitfühlendes Herz für Griechenland haben (wie bitte..?) Die Griechen hatten verdammt wenig Mitgefühl, als sie vor über 10 Jahren frisierte Unterlagen einreichten, um sich in die Währungsunion einzulügen. Der Herr aber spricht: „Die Transferunion verhüten zu wollen, sei deutschnationale Kraftmeierei“  Weil: Es gäbe sie ja längst. Schon seit Adenauer. Es fällt auf, Gott hat nie eine Gewinn-  und Verlustrechnung machen müssen. Wer immer zahlt, möchte doch irgendeinen Gewinn, wenigtens einen Sinn sehen. Dies zu verachten ist typisch deutsch. Warum also damit aufhören, nur weil es Unsinn ist. Gegen Schluss dieses sagenhaften Vortrages eine seltsame Beschwörung der internationalistischen Gesinnung der Sozialisten. Sie seien, viel mehr als Liberale oder Konservative schon immer viel internationaler ausgerichtet gewesen als die. Ein merkwürdiges Bekenntnis des Herrn, der doch schon seit Jahrhunderten die Wirklichkeit in der Geschichte erleben konnte.

INTERNATIONAL AUSGERICHTET, LANGE BEVOR ES DIE "INTERNATIONALE" GAB: DEUTSCHE GESCHÄFTEMACHER. HIER: FUGGER BEI DER ARBEIT

Das Geld liberaler oder konservativer Geschäftemacher hat seit jeher alle Grenzen überschritten, ob man diesen Typus nun mag oder nicht. Lange bevor es sowas wie Sozis überhaupt gab. Und ausgerechnet die „Roten“ waren es, die jegliche freie Geschäftsentfaltung am liebsten überhaupt verbieten oder mindestens regulieren möchten. Dort wo ihnen das gelungen ist liegt die Wirtschaft am Boden und die Leute stehen Schlange nach Sprit und Kartoffeln. Die großzügige internationale Ausrichtung der Sozialisten zeigte sich sehr hübsch am SED – Regime der DDR, das sogar Alles erschießen ließ, was auch nur versuchte das Land zu verlassen. Die selbe SED, die heute, nur mangelhaft getarnt als die „Linke“, mit den Sozial- demokraten regiert, nach- dem die auf Schmusekurs mit diesen Stalinisten gegangen sind.

GENOSSEN DER "INTERNATIONALE" BEIM SMALL - TALK - DDR DESPOT HONECKER UND HERR SCHMIDT VOR ÜBER 30 JAHREN

Gottkanzler Schmidt, wo waren sie da gerade? Warum reden Sie so´n Zeug? Was soll das wohlfeile Gefasel von Chancen-gleichheit für Kinder und Jugendliche? Ausgerechnet die blicken erwar- tungsvoll zu Ihnen auf und wollen gehaltvolleres hören, statt üblicher Parteitagsphrasen. Chancengleichheit versprechen seit jeher von ganz rechts außen bis zu den äußerst Linken alle Phrasendrescher. Derlei Gewäsch sollte der Gottkanzler den durchschnittlichen Parteikomikern überlassen. Für seine dünne Ansprache erntete Helmut Schmidt stehende Ovationen. Kein Wunder, in einer Halle voller Parteigenos- sen, die sich wenig Mühe geben mußten, um fast kein Wort zu verstehen. War´s das jetzt? Müssen wir in Zukunft auf hilfreiche, interessante und erleuchtende Mitteilungen des Gottkanzlers verzichten?

REDEN IST SILBER - RAUCHEN IST GOLD

Oder hat der sein Textniveau nur auf die begrenzten Möglichkeiten eines (SPD) Parteitages abgesenkt? Trauriges Fazit: Ab einem bestimmten intellektuellen Anspruch verbietet sich jede Parteimitgliedschaft. Ziehen Sie die Konsequenzen, Herr Schmidt. Sie haben uns doch geleert: Parteigenosse sein ist nichts. Raucher sein gilt mehr.