WENN TRÄUME WAR WERDEN...

Sie können platzen vor Glück: Geld wird abgeschafft. Genau gesagt – das Bargeld. Noch genauer gesagt: Gesetzliche Zahlungsmittel werden abgeschafft. Denn Buchgeld oder Giralgeld sind ja keine gesetzlichen Zahlungsmittel. Sondern nur so eine Art Notierung, wie: „Schatzi, das Kleid macht dich wirklich schlank…“ . Wenn´s wirklich drauf ankommt, kann man sich nix dafür kaufen. Das wußten Sie nicht? Oh, Schei… schade… Sie vermuten eine Schweinerei dahinter? Da vermuten Sie richtig!

NUR BARES IST WAHRES...

Denn was da für gute Arbeit gelegentlich auf Ihrem Konto landet ist (merken!): kein gesetz- liches Zahl- ungsmittel. Na und? das Zeug läßt sich doch jederzeit in ein ebensolches verwandeln. In Banknoten. Also Schuld- scheine, für die dann irgendjemand geradestehen muß. So denken auch Ochsen, auf dem Förderband zur Elektrozange. Denn mit allen Mitteln des Marketing gelingt es den Banken (vor allem den Notenbanken) mehr und mehr, Ihnen die Schuldverschreibungen (Banknoten) zu entziehen.

Weil es so toll ist, nur noch mit „Karte“ zu zahlen. Supermärkte schaffen die Kassierer- innen ab, mit „Mobile Cash“ zahlen Sie (gaaanz sicher) per Handy,  Paypal beherrscht die Schuldverhältnisse im Internet. Unglaublich, Leistung und Tilgung ohne wirklichen Rechtsanspruch. Per Knopfdruck (vielleicht aus Versehen) ist ihr Guthaben auf Null. Und strenggenommen nicht mal einklagbar. Es ist reine Kulanz, daß man Sie wegen solcher Lappalien noch vor Gericht ziehen läßt. Und glauben Sie ja nicht, daß das auch mit Ihren Schulden funktioniert.

WAS KANN SCHON PASSIEREN? MOBILE CASH

Damit stör- rischen, alten Leuten nicht mal die Geld- scheine unter der Matratze bleiben, geht die Tendenz schnur- gerade, ganz weg, vom Bargeld. Ein historischer Super – Gau, der von den Super – Gauleitern geräuschlos und völlig unbehindert durchgezogen wird. Der mündige Bürger blinzelt dümmlich dazu, wie der Ochse im Zerlegebetrieb. Das sämtliche, durch Arbeit erworbenen Ansprüche, einfach den Schuldnern zur Kontrolle überlassen werden, ist dann doch wirklich mal was echt neues, in der Geschichte der sogenannten Zivilisation.

1525 GEPRELLTE BAUERN SCHNAPPEN SICH DEN BEZIRKSRITTER
HEUTE CHANCENLOS: ECHTES GELD FÜR ARBEIT - LOHNTÜTE UM 1930

Sklaven, Frohn- bauern, Leib- eigene, Lands- knechte und klassische Industrie- malocher, haben sich nie- mals bieten lassen, wozu der moderne, versicherungspflichtig Beschäftigte ganz freiwillig bereit ist. Denn – verkehrte Welt – er wird zum Arbeitsmarkt nicht mal zugelassen, wenn er für seine Arbeit gesetzliches Geld fordert. In bar! Ohne Konto läuft nix. Die Ära der ehrlichen Lohntüten ist dahin.

"PARDON" HEFT JANUAR 1978

Ist ja auch viel praktischer, für den Schuldner… Was gespielt wird merken (interessiert) nur wenige. Zum Beispiel Dieter Beisel, Gerhard Kromschröder und Paul Taussig, vor rund 38 Jahren (achtund- dreißig). Im Januar 1978 titelt die Satire – Zeitschrift PARDON , „Rettet euer Geld!“ Den naiven Schmuse- backen ging es damals hauptsächlich um die Bankgebühren. Die totale Entrechtung der Gläubiger der Notenbanken (also Sie und ich), hatten die seinerzeit noch nicht überrissen.

PARDON 1978

Aber immerhin, was da zur allgemei- nen Er- heiterung geboten wurde, ist heute teilweise schon akzep- tierter Irrsinn. GAGA IBIZA bietet zum allge- meinen Frösteln einige Kostproben. Bieten Sie doch, nur so zum Spaß, Ihrem Chef für ungesetzliches Geld mal ungesetzliche Arbeit an. Ja, schon klar, der kann ja auch nix dafür…

PARDON 1978
PARDON 1978
PARDON 1978
PARDON 1978
PARDON 1978
PARDON 1978 - VIELEN DANK DAFÜR !

Die Zukunft? Ein obligato- rischer Amtsarzt, der bei jeder Geburt einen Kreditchip mit den Steuer- schulden einsetzt. Wetten?!