FORSCHUNG ALS HAMSTERRAD

Seit Albertus Magnus vor rund 800 Jahren anfing Frösche aufzuschneiden, kann man eigentlich von so etwas wie „Forschung“ sprechen. Übrigens war es ausgerechnet die angeblich hoffnungslos rückständige Kirche (natürlich die einzig wahre Kirche..), die Gottes unschuldiger Natur die Gesetze abpresste und damit rumzufummeln begann. Das Ergebnis waren, unter anderem, die zwei wichtigsten Produkte, auf denen bis heute die gesamte menschliche Zivilisation gegründet ist: Wein und Schießpulver!

GLÜCKLICHES MITTELALTER...
VOLL UNPRAKTISCH: MODERNES WELTBILD

Seit jenen Tagen allerdings befindet sich die partei- politische Führung des heiligen Stuhles in einem widerwilligen aber fortgesetztem Rückwärts- gang. Weil die allerchrist- lichste Forschung immer wieder mal ein unumstößliches Dogma umstößt. Das ist besonders schrecklich auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, auf die wir uns hier beschränken wollen. Weil sich dieser teuflische Scheißdreck immer gleich beweisen läßt. Denn „sie bewegt sich doch!“.

VOLL STABIL: KATHOLISCHE WELT
PHARMA FORSCHUNG 1927

Immerhin, das göttliche Boden- personal hat sich mit den säkularen Abfall- produkten arran- giert. Sogar Päpste benutzen Kanonen, Telefone, Flugzeuge oder gar das Intenet, um sich frische Regensburger Dom- spatzen zu bestellen. Heute wird gern milde gelächelt, über das, was sich dereinst Forschung nannte.

LABOR FRANKENSTEIN 1904

Und über komische Figuren, die zwischen Töpfen, Pfannen und Glas- kolben herum- springen, um Gold zu machen oder gefügige Monster oder um das Elixier des ewigen Lebens zu brauen. Zu unrecht. Denn seit einigen Jahren erlebt der aufmerksame Beobachter ein höchst erheiterndes Schauspiel. Es sind nun die sogenannten Wissenschaften, die immer wieder den Rückwärtsgang einlegen müssen.

BASF LABOR - LETZTEN DONNERSTAG...

Para- doxer- weise gerade dann, wenn sie scheinbar am weitesten voran- schreiten. Und es sind immer öfter Forscher der Gegenwart, die wie komische Figuren aus dem Mittelalter wirken. Aber anders als im Mittelalter beherrschen heute Verbissenheit und Größenwahn die Szene. Besonders wenn es um die letzten, großen Fragen geht: Wo kommt alles her? Was soll das? Wo geht alles hin? Die Kirche konnte hier immer sehr dekorative Antworten bieten.

IRRE WISSENSCHAFTLER...

Die Wissen- schaft bis heute, unter dem Strich und genau- genom- men: nix! Urknall? Kann sein, muß aber nicht. Es hat schon etwas mitleid- erregen- des, wenn man die emsigen Figuren in den weißen Kitteln betrachtet, wie sie mit bloßer Mathematik zu erklären suchen, daß vor dem Nichts schon etwas da war. Der Physiker Martin Bojowald bestreitet die „physikalisch sinnlose, unendliche Dichte“, ohne die der Urknall nicht knallt. Und es läßt erschaudern, wie in einem Gruselfilm der 30er Jahre, wenn man auf CERN in der Schweiz blickt. Ein Monstrum, das die Erbauer allen Ernstes „die Weltmaschine“ nennen können, ohne dem allgemeinen Gelächter preisgegeben zu sein.

...SCHAFFEN IRRES WISSEN ? (CERN SCHWEIZ)

Die größte, je von Men- schen zu- sammen ge- schraub- te, Ma- schine verballert die kleinsten, je von Menschen nie gesehenen Elementarteilchen, um sie aufeinander krachen zu lassen. Heraus kommt dabei des Rätsels Lösung, um die Entstehung der Welt, verkündet Rolf – Dieter Heuer, Generaldirektor dieses Frankenstein Films. Das ist gelebtes Mittelalter in der Gegenwart. Oder wollen die vielleicht nix erforschen? Immerhin geht´s hier um gewaltige Kohle, um Planstellen, Aufträge und fette Renten. Was in Industrie und Finanzwelt funktioniert (GAGA Beitrag: Gauner neppen Deppen), sollte in der Forschung kein Problem sein.

TOTALES RÄTSEL: SCHLEIMPILZE !

Richtig deprimierend wird es aber immer, wenn tatsächlich mal lange verborgene Geheim- nisse gelüftet werden. Dann tauchen sofort dutzende, neue Geheimnisse auf. Nicht nur im Kosmos, der sich mit heimlichem Vergnügen jeder endgültigen Erklärung entzieht, je schärfer die Teleskope ihn abbilden. Direkt vor unserer Nase, in der Tiefsee oder gar im eigenen Vorgarten, spielen sich Prozesse ab, zwischen Würmern, Pilzen, Läusen und Lurchen, die den Biologen immer unverständlicher werden, je weiter sie mit ihrer Supertechnologie in sie eindringen. Hören Sie nicht auch manchmal jemanden aus dem Off lachen? Die Hoffnung auf wirklich bedeutsame Erkenntnisse, seit Wein und Schießpulver, muß wohl begraben werden. Aber der Mensch gräbt eben gern. Besonders gern säuft und schießt er natürlich. Vor allem auf Staatskosten…