ALLER GUTEN DINGE SIND DREI

100 JAHRE ERSTER WELTKRIEG

GROSSVATER BEI DER "WM" 1914-1918

Nur ein Bild sieht man zur Zeit noch öfter, als um- herspringende Fußbälle und kreischende Zuschauer. Das sind um- herspringende und krei- schende Sol- daten in ihren Schützengräben und zwischen zerplatzenden Granaten. Unsere Großväter. Das liegt daran, daß wir derzeit das peinlichste Jubiläum Europas begehen. Auf den Tag genau, Heute vor 100 Jahren, wurde Franz Ferdinand, der östereichische Thronfolger, ermordet.

FRANZL KURZ VOR SCHLUSS...

Seine Frau, das liebe Sopherl, gleich mit. Damit legten die Attentäter einen bis heute gültigen Standart fest: Den hirnlosen, asymmetrischen Terroranschlag, der mehr Schaden anrichtet als er je hätte nutzen können. Dies funktionierte hier einfach perfekt. Europa verwandelte sich als Folge der dummen Gewalttat für 4 Jahre in ein Schlachthaus, drei Kaiserreiche krachten zusammen und begruben unter sich Ordnung und Wohlstand für die nächsten Jahrzehnte.

FRANZLS RUINIERTER ROCK - IHM FOLGTEN EINIGE...

Besonders erheiternd: Ausgerechnet die Initiatoren des Attentates, das die „Freiheit“ über den Balkan bringen sollte, stürzten auf ewig in Sklaverei, Elend und Gewalt. Bis heute. Zu Recht. Weniger erheiternd: Im Jahre 1999, genau 80 Jahre nach dem Versailler „Friedensvertrag“, wurde Deutschland im Rahmen einer UN – Resolution aufgefordert, genau das zu tun, wofür es in eben diesem „Friedensvertrag“ zum allein schuldigen Weltverbrecher erklärt wurde. Nämlich mit seinen Verbündeten Ordnung schaffen, auf dem verdammten Balkan. Die Deutschen gehorchten. Ein schönes Beispiel, wie man ohne die geringste Selbstachtung durch die Zeit kommen kann.

BEGRÜSSUNG DER TEUTSCHEN TRUPPEN IM KOSOVO 1999...

Es ist eben doch besser Fußball zu schauen, als sich mit Geschichte zu befassen. Sind nun die rund 20 Millionen des Weltkrieges ganz umsonst auf dem Felde der Ehre geblieben. Sicher nicht. Kühle Rechner in den Chefetagen der kriegsführenden Mächte, haben den Prokopfpreis pro Leiche und Kriegskrüppel genau ermittelt und sogar kassiert. Wer zuletzt kassiert, lacht am besten. Das waren auch nach Weltkrieg Nr. 2 die verunreinigten Staaten von Amerika. Kommt da im Kopf was in Gang? Jedenfalls nicht bei der Mehrheit deutscher Historiker. Immer noch spüren sie der naiven Frage nach, wer nun eigentlich Schuld war. Der Teutsche braucht immer einen der´s war. Das kommt seinem beschränkten Erfassungsvermögen entgegen. So wird die interessierte Fernsehgemeinde augenblicklich mit dem unglaublich platten Filmchen „Das Attentat – Sarajevo 1914“ beleidigt.

GESCHICHTE MADE IN GERMANY - "DOKU" SARAJEVO 1914

Intelligente Beiträge zum Thema 1. Weltkrieg finden sich eher bei unseren europäischen Nachbarn, sogar bei den Franzosen. Sie produzierten z.B. „Versailles, ein Vertrag und kein Frieden“, mit dem kanadischen Filmemacher Paul Cowan, nach einem Buch von Margaret Macmillan. Wo keine teutschen Namen in der Produktion auftauchen, gibt es eine kleine Chance, daß mit dem Kopf, statt mit dem Darm zu Werke gegangen wird. Dafür wurde auch der australische Historiker Christopher Clark vom Volksgerichtshof abgestraft.

HISTORIKER CLARK - DIE SCHULDFRAGE IST ZU SIMPEL...

Vertreten durch seinen teutschen Kollegen Wolfram Wette, der komplexe Zusammenhänge einfach nicht ertragen kann. Er braucht, wie alle richtigen Teutschen, die Wagneroper, an deren Ende immer einer verbrennt. So bleiben auf deutscher Seite nur eine (halbe) Handvoll denkfähige Fachleute, um Sönke Neitzel und einige, die längst tot sind oder unbekannt.

"FRIEDENSFORSCHER" WETTE - SCHULDFRAGE NOCH NICHT SIMPEL GENUG...

Sie alle kommen langsam zu der Einsicht, daß es gar keine zwei Weltkriege gegeben hat, sondern eigentlich einen zweiten Dreißigjährigen Krieg. Nämlich von 1914 bis 1945. Man möchte meinen, daß diese Erkenntnis erst mit der Entfernung zum Ereignis reifen konnte.

Irrtum. Aber vor 25 Jahren konnte man diese unerträgliche These nur in geheimen Zirkeln, in schalldichten Räumen äußern, wenn man nicht wegen Volksverhetzung hingerichtet werden wollte. Salonfähig ist diese These erst, seit Helmut Schmidt sie 2011 auf dem Parteitag  der SPD (ausgerechnet…), zur Erkenntnis geweiht hat. Was nun lernt uns das alles? Ganz Recht, Garnichts! Während aus den Flachbildschirmen Trümmer und Kriegstote quellen, bereitet die Europäische Elite schon die nächste Runde vor. Diesmal ist es nicht Serbien, das außer Österreich alle wirklich einen Dreck anging, diesmal ist es die Ukraine, die außer Russland wirklich alle einen Dreck angeht. Aber, wie schon vor 100 Jahren, werden unter dem Banner der Freiheit,  die dümmlichsten, kurzfristigen Interessen jeder Vernunftlösung vorgezogen.

LERNEN AUS DER GESCHICHTE...

Es ist heute gar schlimmer, denn es geht nur um die Erweiterung des EURO- imperiums und nicht wie damals für Österreich um die nackte Existens. Und diesmal läßt sich sogar ein Mitverantwortlicher (gelinde gesagt) benennen: Das System Brüssel.

DUMM ALLEIN REICHT NICHT - LÄCHELN DAZU...

Vielleicht wird nicht gleich im Weltmaßstab zur Waffe gegriffen, aber die Verlockung ist gewaltig. Denn wie vor 100 Jahren, gibt es wieder einen Idioten, der in dummer Inbrunst die „Verträge durchsetzen“ will: Deutschland. Die Welt hätte dann wieder einen der´s war: Martin Schulz! Kein Zweifel, Fußball bekommt besser als Geschichte…

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