WAR DAS NÖTIG ?

Heute abend wird das Teutsche Fernsehen es tatsächlich wagen, Burkhard Driests Kriminalroman „Der rote Regen" durch wiederholte Abstrahlung in den Äther zu verhunzen. Die Grenzen von Langeweile, Geschmacklosigkeit und schauspielerischer Unlust werden einmal mehr erweitert. Der GAGA - IBIZA Fernsehkritiker ertrug tapfer angeödete, unmotivierte Darsteller, die ihre Texte offensichtlich nur mühsam vom Teleprompter herunterstammeln. Hardy Krüger jr. beschmutzt bedenkenlos den Namen seines großartigen Vaters und Frau Malovcic hätte besser geschwiegen,  und stattdessen nackig an der Stange getanzt. Nur Aufputschmittel halten den Betrachter dieser Aneinanderreihung von dahingeschmierten Vorhersehbarkeiten einigermaßen wach.

WIRKLICHER HAUPTDARSTELLER: DER TELEPROMTER

Die Theatergruppe der Hauptschule Bitterfeld hätte diese Krimiklamotte wohl besser abgeliefert. Scheinbar würden die Kinder auch besser bezahlt, als diese uninteressierten Mimen von „Ziegler Film".  Der einzige Hoffnungsschimmer, für Freunde der Insel Ibiza, nämlich Ibiza selbst, trat kaum in Erscheinung. Stattdessen muffige Büros, die auch in Bochum zu finden wären und eine Vorzeige - Immobilie, die auf Mallorca oder in der Toscana abgefilmt wurde. Man möchte meinen, so viel Fehlleistung sollte reichen um den Romanautor, Burkhard Driest, auf die Palme und die Macher dieses Schunds vor Gericht zu bringen. Tatsächlich aber findet sich das Opfer dieser Vergewaltigung selbst in dem „Schmalfilm" wieder. Als „Inselpate" hat der sogenannte Regisseur ihn auf ein Abstellgleis gerollt, von dem aus Driest nur für Minuten- bruchteile in die Szene rangiert wird. Ein bitteres Los, das er nur mit deutlich erkennbarer Zerknirschung erträgt. Vielleicht ist Driest auch der Einzige in der Produktion, der überhaupt ein paar Schweizer Franken gesehen hat. Leser seiner Romane fassen sich an den Kopf. Gegenüber GAGA-IBIZA bestätigt ein Driest Fan, seine Romane, besonders „Der rote Regen", seien gar nicht so schlimm und für Insel - Kenner gut recherchiert. Einfach gute Unterhaltung. Jetzt hat „Ziegler Film" das Buch mit Scheiße eingecremt. Noch schlimmer, Karl Heinz, aus Essen - Kettwig (Name geändert) und begeisterter Ibiza Urlauber, betont gegenüber unserem GAGA - Reporter, er habe die Absicht gehabt endlich Driests Romane zu lesen und deshalb erst mal „Toni Costa" gecostet. Nach wenigen Minuten habe sich dann das Thema „TV Costa" und Driest - Romane erledigt. Soweit es den TV - Krimi betrifft, wäre es wohl besser gewesen, wenn der Drehbuchautor die Leiche gegeben hätte. Bleibt die Frage: War das nötig Herr Driest? Offensichtlich war es unvermeidlich.

HÄTTE LIEBER DEN DREHBUCHAUTOR ERSCHIESSEN SOLLEN: BURKHARD DRIEST

Denn Burkhards Herzdame, die Verlegerin Brigitte Fleissner - Mikorey, ist unglücklicherweise Trinkfreundin der Regina Ziegler, in deren Filmfabrik seine Romane ins Häckselwerk geraten sind. Kann denn etwas so schlimm sein, das aus Liebe entstanden ist? Und ob! Bleibt abschließend nichts zu tun als eine GAGA - Fernsehwarnung auszu- sprechen: Kaufen Sie, wenn Sie noch lesen können, lieber Driests Romane und vermeiden Sie Heute und künftig jeden Kontakt mit ihrem Fernsehgerät, wenn dort jemals wieder deren Verfilmung angedroht wird. Helfen Sie unsere Insel sauber zu halten.