WAS GEHT NOCH ???

DRUCKMESSER - WAS GEHT NOCH ???

Eine geheime Arbeitsgruppe des Consell d´Ibiza erprobt jetzt die Belastbarkeit von Einwohnern und Touristen. Was geht noch? Was läßt sich noch plündern? Wieviel Demütigung und Überwachung erträgt der mündige EU – Bürger? Für eine Höllenkohle wurden jetzt flächendeckend in der ganzen Innenstadt, aufwendig konstruierte Meßgeräte errichtet. Es sind Druckmesser zur Ermittlung der verbliebenen Selbst- achtung aller Verkehrs- teilnehmer – getarnt als Parkuhren. Als hochmoderne Folter- instrumente erfüllen sie alle wichtigen Kriterien: Ausgrenzung, Entrechtung, Plünderung, Isolation, Zermürbung und schließlich Brechung der Opfer.

CONFIRMAR ???

Natürlich funk- tionieren sie umweltfreundlich, mit Solarzellen. Wer nicht über außergewöhnlich seherische oder gar hellseherische Fähigkeiten verfügt, scheitert bereits im Ansatz. Bei etwas Sonnen- einstrahlung ist das Display nicht mehr lesbar. Dumme Sache bei 300 Sonnentagen im Jahr. Soviel zur Ausgrenzung. Wer eine Höllenmaschine im Schatten ergattert oder nicht älter als 14 Jahre ist, erhält den nächsten Schlag. Einfach Ticket ziehen – ist nicht. Da muß erst Informatik studiert werden und dann müssen die persönlichen Daten offengelegt werden! Wer seine Autonummer nicht im Kopf hat (Touristen also immer…), darf noch mal von vorne anfangen. Wer sich vertippt, darf noch mal bezahlen, bis das endlich klappt. Wer sich einbildet, -falsche Nummer, macht ja nix-, zahlt 90,-EUR Erziehungsgebühr. Denn weder der Stadtrat von Ibiza, noch die EU Innenminister, der CIA, NSA oder das Reichssicherheitshauptamt möchten auf die genaue Kontrolle Ihres Lebens oder Urlaubs verzichten. Also auf Ihre Autonummer. Wann steht wo das Auto von wem und wie lange.

GUTE FRAGE !

Angeschlos- sen sind auch sämtliche Daten des Navi, Ihrer Kreditkarte und Ihres Mobil- telefons. Zehnjährige Kinder genießen auf dem Spiel- platz mehr Autonomie, falls sie kein Telefon besitzen… Entrechtung allein reicht natürlich noch nicht. Denn das Endziel ist nicht nur die rückgratlose EU-Null (Ziel schon fast erreicht…). Sondern, ganz nach dem Vorbild öffentlicher Verwaltungen, die Erziehung, hin zum egoistischen Drecksack. Früher (in Santa Eulalia geht´s noch…) konnte jeder Innenstadtparker (ja, ja – oder Parkerin…) sein Ticket einfach weitergeben, wenn da noch ein paar Minuten übrig waren. Das förderte großzügige Gesten, zwischenmenschliche Kontakte, Lächeln, ein nettes Wort, ein Date zum Kaffee… Dergleichen widerspricht dem neuen Geist im Consell d´Eivissa und in Brüssel vollkommen. Der Mensch als isolierte, digitalisierte Existens soll von seinen anderen „Datensätzen“ ferngehalten werden. Geduckt und gebrochen soll er die Parklücke verlassen, scheiß auf die Anderen. So wie es die Damen und Herren im Rathaus und im EU Parlament vorleben. Eine bittere Niederlage für die Menschlichkeit auf der Insel der bekifften Menschenfreunde. Denn wenn das hier auf Ibiza geht, dann haben sie´s geschafft. Dann geht´s wirklich überall. Bleibt als Hoffnung nur noch eine kleine verschworene Gemeinde überlebender Althippies und deren Kinder in den Wäldern. Mädels und Jungs, die Handarbeit und den aufrechten Gang bevorzugen und nach einem Motto leben, daß ich jetzt erst richtig verstehe: „Macht kaputt, was euch kaputt macht!“

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