.....KEIN ZUFALL???

Liebespaar Delon/Romy Schneider - nichts als Theater...

Glauben Sie doch nicht so einen Scheiß !!
„Elite-Partner", der vermeintliche Luxusdampfer im Ozean des weltweiten Kuppelnetzes, wirbt mit dem scheinbar weisen Spruch: „Liebe ist kein Zufall".
Dem steht eigentlich nur die Erfahrung der letzten 5000 Jahre Beziehungszivilisation entgegen.
Selbstverständlich ist Liebe Zufall!!! Das ist ja eben das verdammte Elend ! Warum wohl wehren sich durch alle Epochen hindurch Fürstendynastien und Großbauern gegen diese gefährliche Form der Infektion.
Noch vorige Woche brachte es ein niederbayerischer Großwaldbesitzer auf den Punkt, Liebe sei nur eine Abkürzung: „Lebenslänglicher Irrtum Eines Besoffenen Esels..."
Das mag überspitzt klingen, trifft den Sachverhalt jedoch besser, als die Klugscheißerei von „Elitepartner".

Wir hatten hier schön alles unter Kontrolle, solange Eheschließungen nach dem Grundbucheintrag und dem Kontostand angebahnt wurden.
Aber dann, irgendwann im Vormärz des 19.Jahrhunderts, setzt sich in den Köpfen der fatale Furz von der „Liebesheirat" fest. Wieder so eine Monstergeburt der teutschen Romantik.
Seither bilden sich die Gören und Bengel ein, den Ehegatten irgendwie mögen zu müssen. Ja sie versteigen sich zu den absurdesten Ansprüchen. Fettleibigkeit, Übelgeruch, Dummheit, Neigung zur Gewalt oder plötzliches Schließmuskelversagen, werden am Gatten nicht geschätzt.

Preussische Vernunftehe, Elitepartnerin vom alten Fritz, Elisabeth Christine, direkt nach der Trauung in seperates Schloß eingewiesen.

Der Wunschpartner muss riechen, gekleidet und durchtrainiert sein, wie die affektierten Gecken im Werbefernsehen.
Und ! : Es muss Liebe sein ! Wenn möglich auf den ersten Blick.
Derlei Albernheiten enden günstigstenfalls vor dem Scheidungsrichter, meistens aber mit Rufmord, Gattenmord oder Kindermord.
Das Konzept gegen solchen Wahnsinn ist seit dem Altertum dasselbe geblieben: Befehl und Gehorsam.
Papa und der Vermögensverwalter blättern beim Katasteramt in den Grundbüchern und im Wirtschaftsteil der Zeitung. Dann werden Entscheidungen fürs Leben getroffen und nicht für ein paar selbstvergessene, kindische Wochen.

Das Gejammer über die sogenannte Doppelmoral dieser Methode zeigt nur die Verwahrlosung der modernen Sozialwissenschaften.
Selbstverständlich stehen immer Moralvorstellungen in berechtigter Konkurrenz. (Nachzulesen in Arnold Gehlens „Moral und Hypermoral").
Wenn die Ehegatten erst einmal verheiratet sind, haben sie ausreichend Zeit um sich kennenzulernen und anzuöden. Meistens aber treten sie nach und nach in einen langsamen Prozess der Wertschätzung ein. Denn wie bei hoch qualifizierten Arbeitskollegen gibt es etwas, das sogenannte Traumpaare nicht vorweisen können: einen gemeinsamen Auftrag.
Aufbau, Zukunftssicherung, Arterhaltung. Wenn sich dann nebenbei herausstellt, dass der gemeinsame Beischlaf sogar Spaß macht, stört das die Geschäfte des Hauses nicht im Geringsten. Wenn nicht, werden von den Ehegatten Dienstleister mit dieser marginalen Aufgabe betraut, was die Geschäfte erst recht nicht stört.

Elitepartner Cäsar - selbst beim Quervögeln:Keine ungedeckten Schecks !

Gerne führen idealistische Spinner Traumpaare an, die das Gegenteil beweisen sollen. z. B. Cäsar und Cleopatra. Aber wir wollen doch nicht vergessen, dass Cäsar, während er an der kleinen, feuchten Griechin herumspielte, verheiratet war. Mit Calpurnia, der Tochter eines Senators. Diese Ehe war politischen Gründen geschuldet und überlebte selbstverständlich das kleine, glitschige Abenteuer mit der Königin von Ägypten.
Und was von Hollywood verschwiegen wird: Der große Cäsar versenkte seinen Pflug durchaus nicht zum reinen Vergnügen in jenem nassen Nildelta. Auch hier, zuvor der geschulte Blick in die Bücher. Die Immobilie zwischen diesen kaffeebraunen Schenkeln hieß Ägypten und das dazugehörige Geschäft war Getreideexport im großen Stil. Aber Cäsars nüchterner Blick auf die ägyptischen Börsennotierungen muss nicht heißen, dass die beiden nach dem Essen keinen Spaß beim „Anstoßen" hatten....

Elitepartner Reiner und Grace, erst kamen die Hollywoodmillionen, dann die Liebe. Zufällig.

Das bringt uns zurück zu den „Elite" - Kuppelanten. Wir finden auf deren Internetseite Katalogvisagen, die sich verzweifelt abmühen intelligent dreinzublicken. Diese Mühe ist umsonst. (Aber für die Klienten dieses Institutes durchaus nicht gratis).
Denn die traditionellen Eliten und das Wenige, das in Teutschland davon überlebt hat, strafen alles Lügen, was uns da vorgetäuscht werden soll.
Niemand von denen möchte etwas zu tun haben mit einer sogenannten „Kosmopolitin" oder einem „Golfer", der ein paar Semester Jura abgesessen hat oder einer „trendbewussten Designerin", die womöglich gerade so ihre Schneiderlehre geschafft hat.
Völliger Blödsinn ist auch das Gefasel von „gemeinsamen Wertvorstellungen, Interessen und Zielen".
Wenn "Seine" Familie Schrapnellgranaten fabriziert und die der Braut Medikamente und Verbandsmaterial, sind voreheliche, gemeinsame Wertvorstellungen oder Ziele so überflüssig wie ein Kropf. Den Rest erledigt der Syndikus der vermählten Häuser.

Eigenheimplanung wirklicher Eliten....

Und genau hier erwischen wir dann auch diese Elite - Blender. Was sich dort umtreibt, hat keine Schrapnellfabrik und weiß nicht mal, was ein Syndikus überhaupt ist.
Es sind mehrheitlich Angehörige aus prekären Verhältnissen, die gewohnt sind, mit ihren Lebenspartnern im selben Zimmer zu übernachten. Sogar im selben Bett !! Die den Partner auch noch verstehen oder sich gar mit ihm abstimmen wollen !

Was für eine entsetzliche Vorstellung für Repräsentanten wirklicher Eliten. Hier überlässt man selbstverständlich dem Gatten auf Wunsch den Nord- oder Südflügel des Familiensitzes, wo er seine Marotten ungestört entfalten kann.
Gelegentliche Begegnungen finden dann im zentralen Mitteltrakt statt. Natürlich kann es durchaus zu direkten, spontanen (vorangemeldeten) Besuchen in den Schlafräumen des Partners kommen. Dies sind Kennzeichen wirklicher „Elitepartner".
In solchen hochklassigen Beziehungen ist der Zufall der Liebe schon vor der Eheschließung standesamtrechtlich erschossen worden.
Das schließt spätere Liebe zwar nicht aus, aber das wäre dann reiner Zufall !